#136: Tobias Bach über Alex Honnolds Wolkenkratzer-Free Solo – Faszination oder Wahnsinn?
Heute geht es um eine Aktion, die im Januar 2026 für Schlagzeilen sorgte: Alex Honnold – der Mann, der 2017 ohne Seil den El Capitan im Yosemite-Nationalpark bestieg – kletterte einen Wolkenkratzer hoch: den Taipei 101 in Taiwan, 508 Meter Höhe, 101 Stockwerke, live von Netflix übertragen. Über diese Aktion unterhalte ich mich mit Tobias Bach, Bergführer und Sportwissenschaftler – und Gast der ersten Folge des Podcasts. Tobias klettert selbst gelegentlich Free Solo – allerdings in deutlich niedrigeren Schwierigkeitsgraden als Honnold.
Foto: Netflix
Foto: Netflix
Dennoch kann Tobias kann einordnen, was diese spektakuläre Besteigung wirklich bedeutet: Sportlich war es für Honnold-Verhältnisse relativ einfach – "Pille-Palle", wie der deutsche Weltklasse-Kletterer Alex Megos kürzlich sagte. Die psychologische Leistung aber war enorm: Über viele Stockwerke hinweg immer wieder die gleiche Bewegung ausführen, ohne die totale Fokussierung zu verlieren. Und dabei noch mit Moderator:innen sprechen und den Leuten zuwinken. "Ist es nicht faszinierend, dass er zusätzlich zu dieser Konzentration auch noch irgendwelche Mätzchen machen kann? Das ist doch begeisternd!", sagt Tobias.
Tobias Bach
Ein Gespräch über Genialität im Sport, über Free Solo und seine Missverständnisse, über die Autismus-Diskussion rund um Honnold und darüber, was Menschen wie ihn eigentlich antreibt. Tobias erklärt, warum er selbst Free Solo klettert, warum Honnold für ihn ein „Sportgenie“ ist und warum „Buildering“ – das Klettern an Gebäuden – zwar spektakulär aussieht, aber in der Kletterszene eher als „was für das Netflix-Publikum“ gilt. Dazu: Warum Nachahmer so gefährlich sind, was Free Solo von leichtsinnigem Risiko unterscheidet, und warum Klettern ein so gesunder Sport ist, dass man in Hallen 70-Jährige in hohen Schwierigkeitsgraden sieht.
Viel Spaß beim Hören!
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